Chronik

4 x 11 Jahre Fastnacht der Narrenzunft Kath. Vereine Friedrichsthal

Mit einem Ball fing alles es an

Im Jahre 1966 wurde aus der Mitarbeiterrunde der Kath. Jugend unter Leitung von Kaplan Erich Nauhauser der Gedanke geboren, im Rahmen des Winterprogramms Faschingsveranstaltungen im größeren Rahmen durchzuführen. Ein großer Ball im Vereinshaussaal war  dann die erste Veranstaltung

Als dann 1967 Kaplan Theo Klein nach Friedrichsthal kam, griff er den Gedanken auf und 1967/68 wurden die ersten Veranstaltungen mit einem damals noch gemischten Elferrat der Kath. Jugend durchgeführt. Der erste Elferratspräsident war Erwin Zimmer, der jedoch am Sitzungstermin erkrankt war, so dass Norbert Klär kurzfristig einsprang. Im Jahre 1968 wurde Norbert Klär sein Nachfolger. Norbert Klär, der schon vor Übernahme dieses Amtes ein bewährter Karnevalist war, steuerte seit dieser Zeit sicher das Narrenschiff der kath. Vereine Friedrichsthal.

Die ältesten Gruppen, die von Beginn dabei waren, sind das NKV-Ballett und die Pittler. Die ersten Büttenredner waren Erwin Zimmer, Gerhard Becker, Egon Hohlweck, Doris Düpre, Inge Sandner und Heribert Lang. Auch die Geistlichkeit unserer Pfarrei, Herr Dechant Bruno Zaremba und Herr Pastor Theo Klein, stiegen in die Bütt.

In den ersten Jahren hatten die Sitzungen noch kein besonderes Motto. In der Session 1969 stellte der närrische Rat der kath. Pfarrgemeinde die Bunten Abende unter das Motto „Sieben in der Luft“. In diesem Jahr sangen auch zum ersten Mal die Gildesänger bei einer Veranstaltung.

Da die Resonanz sehr gut war, die Arbeit aber auch immer größer wurde, luden die Kath. Jugend und der damalige Herr Kaplan Theo Klein alle kath. Vereine ein, die Sitzungen gemeinsam zu gestalten.

Die NKV

Im Jahre 1970 wurde der Jung-Elferrat durch Männer der verschiedenen kath. Vereine abgelöst. Dieser neue Elferrat ist seither für die Organisation der Sitzungen verantwortlich und gab 1971 den Veranstaltern den Namen „Narrenzunft Katholischer Vereine – NKV“. Zu festen Programmpunkten wurden in, den folgenden Jahren die Fissäls, das Männerballett, die Funkenmariechen, die Garden, „der Alte auf der Bank“ und viele Büttenredner aus den eigenen Reihen. Dazu kam eine Vielzahl von technischen und handwerklichen Mitarbeitern vor und hinter der Bühne und in der Küche. Zu Ehrensenatoren der NKV wurden ernannt: Franz Dorscheid, Karlheinz Fürstenberger, Günter Geber, Wolfgang Grausam, Emil Ihl, Theo Klein, Wolfgang Struß. Alois Uder und Bruno Zaremba. Die NKV hat sich von Anfang an bemüht, mit ihren Themen aktuelle oder stadtbezogene Ereignisse zu glossieren. Die Themen der letzten Jahre belegen dies.

Die Glasspatzen

Um die Heimatverbundenheit der NKV noch mehr zu dokumentieren, beschloss der Vorstand „Glasspatze Alleh Hopp“ als Motto für die Session 1975 aus der Taufe zu heben. Dieses Motto bezog sich auf die Entstehungsgeschichte Friedrichsthals. Parallelen zwischen den Friedrichsthaler Glasbläsern und den Akteuren der NKV sind nicht zu übersehen. Die Glasbläser suchten und fanden auch mal die Gelegenheit, einen Kräftigen zu trinken – diese Gelegenheit suchen und finden die Glasspatzen der NKV auch heute des Öfteren. Die Glasbläser trieben mit ihren Gehilfen und jungen Meistern ihren Spaß – an echtem Humor und Originalität haben es die Akteure der NKV schon zu wahrer Meisterschaft gebracht. „Schon früh wurde von den Glasspatzen auch in Vereinen die edle Sangeskunst gepflegt“ (Schätzing) –  Gesänge und Gesangsgruppen sind feste Programmteile der Glasspatzen der NKV.

Geselligkeit

Die NKV bot auch in all den Jahren zwischen den Sessionen ihren Aktiven ein geselliges Programm. Zu nennen sind hier das jährliche Ranchfest auf „Lünes Ranch“, Nachtwanderungen, Nikolausfeiern, Neujahrs- und Presseempfänge, Busfahrten zu schönen Ausflugszielen und Ordensfeste.

Die Teilnahme an Rosenmontagsumzügen, Rathauserstürmungen, Faschingskonzerten des Instrumentalkreises und an Bällen der Gastronomie vervollständigen das Programm der NKV.

Ausblick

Die NKV ist froh, dass sich der Karneval bei uns in Friedrichsthal in den letzten Jahren eindeutig zum herausragenden Gemeinschaftsfest entwickelt hat. Die NKV hofft, mit ihren Themen und Veranstaltungen das lokale Eigenbewusstsein der Friedrichsthaler mitzuprägen und zu vertiefen.

Der Glasspatzenchor

Um sich von anderen Gesangsgruppen unabhängig zu machen, haben 1978 Akteure der NKV den Entschluss gefasst, eine eigene Gesangsgruppe zu gründen. Nachdem mit Werner Wagner ein Chorleiter gewonnen werden konnte nahm die Sache Gestalt an. Ab Herbst 1978 wurde jeden Montag in der Bahnhofsgaststätte geübt und an Fastnacht 1979 erfolgte der erste erfolgreiche Auftritt im Programm der Sitzungen.

Werner Wagner leitete den Chor bis 1986, dann übernahm Waldemar Viehl als Dirigent. Unter seiner Dirigentschaft wurde die „Nationalhymne“ der NKV – Friedrichsthal wie bist du schön – erstmals aufgeführt. Waldemar Viehl leitete den Chor bis zu seinem Tode im Jahre 1996. Nach einem Jahr ohne Chorleiter übernahm dann Armin Kaspar die Leitung. Dank gilt Inge Tobä und Karin Ullinger für die Begleitung mit dem Akkordeon.

Der Glasspatzenchor hat in diesen 20 Jahren eine große Anzahl Lieder jeder Art vorgetragen. Nach 20 Jahren sangen noch einige Gründungsmitglieder, obwohl diese wie der Chor auch 20 Jahre älter geworden sind.

Der Chor hat in diesen zwei Jahrzehnten einige Sänger durch Tod verloren, den Chorleiter Waldemar Viehl und die Sänger Hans Eckert, Hans Regneri, Hans Noll und Guido Weil. Und so kam bald nach dem 20jährigen Jubiläum das Aus: Der Chor löste sich im Jahre 1999 auf.

Gemeinsame Sessionseröffnung im Rathausfestsaal

Einmal zündeten in der Aula des Friedrichsthaler Rathauses die ersten närrischen Raketen anlässlich der offiziellen Sessionseröffnung der Kampagne 1984/85. Erstmals gestalteten die drei in der Stadt beheimateten Karnevalsvereine diese offizielle Sessionseröffnung gemeinsam mit der Stadt im Rahmen einer Matinee. Die Idee dazu stammte von den Karnevalsvereinen. Die Stadtverwaltung zeigte sich sofort bereit, einen solchen Vorschlag in die Tat umzusetzen.

Anlässlich dieser Matinee konnte Bürgermeister Wolfgang Grausam dann auch die Elferräte und die Garden der NKV, von Blau-Weiß und von den Kneisjern vom Hoferkopp willkommen heißen. Sein ganz besonderer Gruß galt dem letztjährigen Prinzenpaar, Prinz Jean-Raymond I. und Prinzessin Marlies I., denen er für ihren karnevalistischen Einsatz während der abgelaufenen Session dankte.

Besonders herzlich begrüßt wurde von dem Stadtoberhaupt aber auch das neue Prinzenpaar, Prinz Günter 1. und Prinzessin Ulli I. Dem neuen Prinzenpaar wünschte der Bürgermeister eine glückliche Regentschaft. Diesen guten Wünschen schlossen sich die Elferratspräsidenten Erwin Zimmer (NKV), Heinz Geimer (Blau-Weiß) und Wilfried Trapp (Kneisjer) an. NKV-Präsident Norbert Klär ließ es sich dann nicht nehmen, das mittlerweile besonders gute Verhältnis der drei Karnevalsvereine untereinander lobend herauszustellen. Er bedankte sich auch bei Bürgermeister Grausam für dessen Verständnis und Unterstützung in Sachen Karneval.

Tags zuvor hatten die drei Karnevalsvereine inmitten ihrer Vereinsfamilien schon die neue Session 1984/85 eingeläutet. Die NKV hatte zu einem Galaabend eingeladen.

Mit „7 in der Luft“ fing s an

Nachdem die NKV in den ersten Jahren die örtlichen Gegebenheiten auf die närrische Schippe nahm, wagte sie sich in den folgenden Jahren in die weite Welt, ins Altertum, sogar das Weltall wurde besucht.

Mottos der NKV Friedrichsthal von 1966 –  2010

1966: Gründungsjahr

1967: Kein Motto

1968: Kein Motto

1969: Sieben in der Luft

1970: Mir sinn jetzt Städter

1971: Es wir immer schlimmer …

1972: Mir wühle die Stadt uff

1973: Alles nur Theater

1974: Mir gugge in die Röhre

1975: Glasspatze alleh hopp

1976: Glasspatze im wilden Westen

1977: 11 Jahre NKV große Jubiläumsschau

Katholische Narrenzunft feierte „2 x 11.“ Geburtstag

1978: Glasspatze in Rio

1979: Glasspatze reisen um die Welt

1980: Glasspatze auf hoher See

1981: Glasspatze in Berlin

1982: Heute einmal Bayrisch

1983: Zauber des Südens

1984: Flair de Paris

1985: Italienischer Salat

1986: Hollywood gestern und heute

1987: Donau so blau

1988: 2 mal 11 Jahre NKV große Jubiläumsschau

Ein großes Ordensfest war die erste Veranstaltung der Narrenzunft katholischer Vereine (NKV) Friedrichsthal in der Jubiläumssession 1988. Die NKV feiert den närrischen Geburtstag 2 x 11 Jahre. Unter den zahlreichen Gästen im katholischen Vereinshaus konnte Präsident Norbert Klär auch den CDU-Landtagsabgeordneten Willi Gehring, Bürgermeister Wolfgang Grausam sowie die beiden Beigeordneten Emil Ihl und Helmut Donnevert begrüßen.

Die NKV Friedrichsthal sei aus dem kulturellen Leben in der Stadt nicht mehr wegzudenken, betonte Pastor Theo Klein aus Spiesen-Elversberg, ehemaliger Kaplan in Friedrichsthal und Mitbegründer der NKV, in seiner Festansprache. Die Narrenzunft habe sich in den 22 Jahren zu einer stolzen Gemeinschaft entwickelt. Pastor Klein blätterte in der Geschichte der NKV und spannte einen Bogen von den ersten närrischen Abenden der Jugend und dem ersten Motto: „7 in der Luft“ bis zu den heutigen Gala-Kappensitzungen.

Das Engagement des ehemaligen Pastors Bruno Zaremba für die Belange der Narren hob Klein hervor. Klein rief den Narren zu: „Lasst euch den Humor nicht nehmen“ und verband damit die Hoffnung, die NKV möge mit viel Mut und Schwung in die nächsten 11 Jahre starten. Den Einsatz des langjährigen Präsidenten Norbert Klär stellte Theo Klein besonders heraus. Er bezeichnete

ihn als Seele der NKV. Und Norbert Klär hatte für seinen Verein eine gelungene Überraschung. Er überreichte dem Elferratspräsidenten Erwin Zimmer eine sehr schöne Standarte. Auf der einen Seite zeigt sich den diesjährigen Jubiläumsorden, auf der anderen einen Eulenspiegel und Fastnachtsmotive.

Im Verlaufe des Abends konnte Klär noch zahlreiche Glückwünsche befreundeter Vereine und Personen entgegennehmen. Das Salon-Orchester der Musikschule Sulzbach gestaltete die Feier musikalisch. Die Minigarde der NKV tanzte und Sabine Lehnhoff sang das Lied „Theater“ von Katja Ebstein. Doris Wentz hatte es einstudiert. Präsident Norbert Klär verlieh Willi Dahm für langjährige Verdienste um die NKV die Ehrenmitgliedschaft und auch die ersten Orden wurden verteilt.

In humoristischer Weise gab Paul Marx einen Einblick ins Vereinsleben und der Chor der NKV hatte seinen großen Auftritt. Durch das Programm führte Elferratspräsident Erwin Zimmer und nach dem offiziellen Teil sorgte H. Ruffing an der Orgel für die musikalische Unterhaltung.

Bereits vor dem Ordensfest eröffneten Bankdirektor Günter Geber und Norbert Klär in der Schalterhalle der Volksbank Friedrichsthal-Bildstock eine Bilddokumentation unter dem Motto „22 Jahre NKV Friedrichsthal“. Die Ausstellung war auch in der Schalterhalle der Sparkasse Saarbrücken zu sehen.

3 x 11

1989: Heiße Nächte in der Taiga

1990: NKV im Märchenland

1991: NKV-Zirkus

1992: Cirkus NKV

1993: Spanische Nächte

1994: 1001 Nacht

1995: NKV im Urwald

1996: NKV im All

1997: NKV am Broodway

1998: NKV im Land der Pharaonen

1999: 3 mal 11 Jahre NKV große Jubiläumsschau

Wieder mit einem großen Ordensfest wurde am Samstag, dem 14.11.98 die Jubiläums-Session 1998/99 im Kath. Vereinshaus Friedrichsthal eröffnet. Vor vollbesetztem Haus konnte der Präsident der NKV, Norbert Klär, die Mitglieder, Ehrensenatoren, Ehrenmitglieder und Gäste herzlich willkommen heißen und ihnen ein paar frohe Stunden wünschen.

Die Laudatio hielt Herr Pastor Klein aus Spiesen, der selber damals als Kaplan in Friedrichsthal Mitbegründer der NKV war.

Am Anfang war die Kath. Jugend als „zartes Pflänzchen“, wie er es nannte, der Veranstalter der ersten Fastnachtsitzungen.

Der 1. Elferratspräsident war Erwin Zimmer, der dann aber wegen Krankheit die Sitzungen nicht leiten konnte. Kurzfristig wurde an seiner Stelle Norbert Klär berufen. Er blieb Elferratspräsident bis er 1982 aus gesundheitlichen Gründen das Amt aufgeben musste.

Von 1983 bis 1989 leitete dann Erwin Zimmer und ab 1989 Harald Holstein bis zum Jahre 2000 die Kappensitzungen.

Die NKV wuchs zu einem starken Verein heran und hatte in den folgenden Jahren in der Friedrichsthaler Fastnacht Akzente gesetzt. Stolz sind wir darauf, dass wir immer eigene Kräfte auf der Bühne sowie vor und hinter der Bühne hatten. Wir haben keine Akteure von sonst her ausgeliehen oder bezahlt.

In diesem Zeitraum fiel auch

ein schwarzes Jahr.

Das Jahr 1991 fing nicht gut an. Der Golfkrieg hatte die Angst vor einem großen Krieg herauf beschworen. Die Folgen dieser Auseinandersetzung wurden auch für die Karnevalsvereine spürbar. Über 90 % aller Veranstaltungen im Bundesgebiet wurden abgesagt. Auch der Vorstand der NKV Friedrichsthal beschloss am 17.1.1991 alle Veranstaltungen abzusetzen und auch dem Ausfall des Rosenmontagszuges zuzustimmen. Vorausgegangen war eine Besprechung mit den beiden anderen Karnevalsvereinen der Stadt. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 23.1.1991 legalisierte diesen Beschluss. Leicht war die Entscheidung für niemanden, da zum Einen schon viel Geld in die Vorbereitungen, Kostüme, Dekoration, Hefte, Plakate, Orden usw. investiert worden war, ohne dass Einnahmen zu erwarten waren. Zum anderen muss die viele Arbeit und der Zeitaufwand der Akteure für das Programm gewürdigt werden. Alles war ja bereits bühnenreif. Deshalb war die Enttäuschung, besonders bei den Kleinen, riesig groß.

Es ging aber trotzdem weiter.

So können wir nach 33 Jahren feststellen, dass die NKV aus dem kulturellen Leben unserer Stadt, dem Gemeindeleben der Pfarrei nicht mehr wegzudenken ist.

4 x 11

2000: NKV bei den Galliern

2001: NKV 80 Tagen um die Welt

2002: Spukschloss NKV

2003: Von Mexiko bis Feuerland außer Rand und Band

2004: Eine Musikalische Reise

2005: NKV Film Ab

2006: Asiatische Träume

2007: Disney’s verrückte Welt

2008: Sellemols

2009: Neptuns Reich

2010: 4 mal 11 Jahre NKV große Jubiläumsschau

Die offizielle Jubiläumsveranstaltung ist am 08.11.2009 im Festsaal des Friedrichsthaler Rathauses.

Das Ordensfest findet am 14.11.2009 im Vereinshaus statt. Anlässlich dieses Jubiläums „NKV –  4 x 11 Jahre“ wird in der Volksbank und in der Sparkasse ein umfangreiche Ausstellung zu sehen sein.

Die Vorsitzenden

Der erste 1. Vorsitzende wurde 1970 Norbert Klär.

Ab der Session 1968/69 war Norbert Klär bereits Elferratspräsident.

Norbert Klär blieb bis zum Jahre 2000 Vorsitzender. Für seine Verdienste wurde er 2001 mit der Ehrennadel in Gold des Saarl. Karnevalsbundes geehrt und zum Ehrenvorsitzenden der NKV ernannt. Norbert Klär bezeichnete die NKV immer als „meine NKV-Familie“.

Im Jahre 2000 kam es dann zu einem Wechsel an der Spitze des Vereins, Harald Holstein wurde 1. Vorsitzender. Dieser Wechsel ist voll geglückt.

Werner Kocar

Unvergessen ist unser Freund Werner Kocar, ein Karnevalist mit Leib und Seele. Die NKV hat ihm viel zu verdanken. Unermüdlich war er im Einsatz als Büttenredner, im Elferrat, als Kassierer und als Organisator bei allen möglichen Festen. Leider ist er zu früh verstorben. Werner, herzlichen Dank für die geleistete Arbeit!

Die Elferratspräsidenten

Der erste Elferratspräsident war Erwin Zimmer. Norbert Klär wurde 1968 sein Nachfolger.

Norbert Klär blieb Elferratspräsident bis 1983. Nach dieser Session gab er das Zepter an Erwin Zimmer weiter, der es 1989 an Harald Holstein weitergab. Ab dem Jahre 2001 ist Markus Zimmer Elferratspräsident.

Die Ehrensenatoren

Becker, Walter +

Becker, Walter (Pfarrer)

Cornelius, Werner

Donnevert, Helmut

Dorscheid, Franz +

Fürstenberger, Karl-Heinz +

Geber, Günter

Grausam, Wolfgang +

Huwald, Thorsten

Ihl, Emil +

Kahlenbach, Lisa

Klär, Paul +

Klein, Theo

Lamb, Uwe

Schuler, Frank

Schultheis, Rolf

Struß, Wolfgang

Trapp, Hans-Kurt

Uder, Alois

Uwer, Roman

Zaremba, Bruno +

Ehrenmitglieder

Dahm, Willi

Kihm, Walter

Lorenz, Julius

Marx, Paul +

Molter, Theo

Sell, Arnold

Utter, Dieter

Zimmer, Erwin

Ehrenvorsitzender

Klär, Norbert +

Toten der NKV-Friedrichsthal

Becker, Gerhard

Becker, Walter

Bohrmann, Fritz

Dorscheid, Franz

Eckert, Hans

Fürstenberger, Karl-Heinz

Grausam, Wolfgang

Hildebrand, Jürgen

Ihl, Emil

Klär, Norbert

Klär, Paul

Kocar, Werner

Marx, Paul

Noll, Hans

Ohliger, Siegfried

Recktenwald, Hans

Regneri, Hans

Schön, Arno

Schorr, Hans-Wener

Spörl, Hans-Gernot

Störmer, Karl-Heinz

Viehl, Waldemar

Weil, Guido

Wolff, Paul

Zaremba, Bruno, Pfarrer

Die Gruppierungen der NKV

Die Garden

Schon bei der ersten Fastnachtsveranstaltung gab es Tanzdarbietungen von verschiedenen Jugendgruppen. Zu Melodien wie „Zwei Apfelsinen im Haar“ oder „Ein bunter Harlekin“ und bei Irischen Tänzen zeigten Mitglieder der Kath. Jugend ihr Können. Auch gab es von Anfang an ein Funkenmariechen, das sich auf der Bühne präsentierte.

Heute tanzen etwa 50 Mädchen und junge Frauen in fünf verschiedenen Gruppen: Mini-Minigarde, Juniorengarde, Jugendgarde, Glasspatzengarde, Glasspatzenshowtanzgruppe. Außerdem hat die NKV zurzeit zwei Funkenmariechen. Die Garden trainieren das ganze Jahr über in der Gymnastikhalle der Edith-Stein-Schule.

(Annegret Hayo)

Die Fissäls

Die vielleicht traditionsreichste Gruppe bei der NKV sind die Fissäls. Mit einer Mischung aus Gesang und Klamauk versuchen die Fissäls alljährlich die örtlichen Geschehnisse auf die Schippe zu nehmen. Bekannte und stimmungsvolle Lieder werden textlich neu gestaltet und auf die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Die Auftritte laufen nur live und weitgehend ohne Bänder. Seit nunmehr vier Jahren ist Wolfgang Geiger als Musiker ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Truppe. Für den Spaßfaktor sind natürlich Topkarnevalisten wie Carsten und Volker Bach, Frank Gau, Wolfgang Molter und Markus Walter die Garanten. Koordiniert wird die Truppe seit vielen Jahren von Walter Thorn. Für das Jubiläum werden sich die Fissäls sicher wieder etwas Besonderes ausdenken. Lassen Sie sich überraschen.

(Walter Thorn)

Die Bachspatzen

Im Jahre 2002 gründete Carsten Bach zusammen mit seinem Bruder Volker und Vater Rudolf die Gesangsgruppe „Bach-Spatzen“.

Mit Titeln wie „Wenn der Narrhallamarsch erklingt“ oder dem „Bach-Spatzen-Lied“ feierte man erste Erfolge auf den Gala-Kappensitzungen der NKV Friedrichsthal. Wollten die Drei ursprünglich nur ein paar Lieder an Karneval präsentieren, so sind die Bach-Spatzen seit Ende 2005 auf den unterschiedlichsten Veranstaltungen zu hören.

Im Jahre 2006 komplettierte Anke Bach das „Familienunternehmen“ und die Formation entwickelte sich schnell zu einer sehr beschäftigten Musikformation. Neben ihren Verpflichtungen im Karneval sind die Vier das ganze Jahr über eine sehr gefragte Gruppe.

(Carsten Bach)

Die Närrischen Frauen

Die Geschichte der närrischen Frauen basiert auf einer Idee, die ihren Ursprung in einem der zahlreichen Rosenmontagsumzüge hat. Anfangs sah man bei den Umzügen einzelne Frauen neben unseren jungen Tänzerinnen mitgehen. Es waren zumeist Mütter die ihre Schützlinge gerne begleiten wollten. Nach und nach wuchs die Zahl derer, die sich daran beteiligten und somit war die Idee geboren, sich auch mal kostümiert zu präsentieren. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit wiederum eine eigene Gruppe, die sich schließlich dazu entschloss, sich als solche auch bei weiteren Veranstaltungen zu präsentieren und zu engagieren.

(Heike Walter)

Das Männerballett

Nach dem Motto „Sieben in der Luft“ tanzte das erste Männerballett der NKV. Im Laufe der Jahre wurden die urigsten Tänze auf der Bühne gezeigt. Die Tänzer wechselten, aber das Männerballett blieb bis heute ein witziger und „anmutiger“ Programmpunkt.

Der Elferrat

Der Elferrat hat neben den Garden einen Repräsentationsauftrag für den Verein Durch einheitliche Anzüge und vor allem durch die Narrenkappe ist ein Elferratsmitglied eindeutig einem Verein zuzuordnen. So stellt er auch z. B. Ehrenspaliere für die heiratenden Vereinsmitglieder.

Der Elferrat hilft mit bei der Gestaltung vereinseigener Veranstaltungen, wie Karnevalssitzungen, Umzüge, Stadtfest und Weihnachtsmarkt. Während den Kappensitzungen unterstützt er die Akteure auf der Bühne und muntert das Publikum zusammen mit dem Präsidenten zum Schunkeln und Klatschen auf.

In aller Regel werden verdiente Mitglieder des Vereins in den Rang eines Elferrates von der Mitgliederhauptversammlung nach Vorschlage des Vorstandes gewählt.

So sind in unserem Elferrat auch immer noch aktive Akteure vertreten, die meist schon jahrelang bei der NKV auf der Bühne stehen.

(Markus Zimmer)

An dieser Stelle ist es angebracht allen Akteuren ein Dankeschön zu sagen, vom Herold über die Büttenredner, die Mini-Minigarde, die Minigarde, die Glasspatzengarde, das Glasspatzenballett, die Garde, das Männerballett, die Fissäls, die Pittler, dem Elferrat mit seinem Präsidenten, dem Glasspatzenchor, den Akteuren die beim Bühnenaufbau helfen und diese gestalten, weiter den Technikern für Licht und Musik und Ton sowie allen Trainern und Trainerinnen, die das ganze Jahr über die Truppe zusammenhalten und den Damen und Herren in der Küche, am Büfett, an der Kasse, nicht zu vergessen die Regie. Und all die Arbeit, die es außer dem jeweiligen Training zu verrichten gibt, wie Herrichten des Saales, Bedienung an verschiedenen Bars und Büffets, Aufbau des Rosenmontagszuges und die vielfältige Arbeit bei der Herrichtung der Kostüme, besonders für die Kleinen, wird ehrenamtlich getan und verdient unseren Dank.

Zu erwähnen ist, auch dass es der NKV in all den Jahren gelungen ist, die Bühne künstlerisch hervorragend zu gestalten. Den Künstlern – vor allem den Verantwortlichen Guido Weil, Fritz Bohrmann und Michael Schording und ihren Helfern – für ihre Ideen und ihr Engagement herzlichen Dank.

Danke zu sagen ist auch dem langjährigen „Hoffotografen“ Hans-Gernot Spoerl und Manfred Groß, der von Beginn an federführend für die Erstellung der Sessionshefte verantwortlich ist.

Der Zeitaufwand ist nicht zu ermessen und zu bezahlen.

NKV Aktivitäten

  • Stadtfest

Seit es das Stadtfest gibt, beteiligt sich die NKV daran. Der Stand – es werden Getränke und kleine Speisen angeboten – steht immer vor dem Salon Klär.

  • Adventsmarkt

Was für das Stadtfest gilt, gilt auch für den Adventsmarkt. Hier bietet die NKV Glühwein und andere Getränke und selbstgebackene Weihnachtsplätzchen – beliebt sind die Zimtwaffeln – an.

  • Rosenmontagsumzug

Rosenmontagsumzüge haben in Friedrichsthal eine lange Tradition. Schon vor dem Zug von der Grühlingstraße über Bildstock zum Friedrichsthaler Markt gab es kleiner Umzüge „ufm Ostschacht“.

Ab 1975 führten dann die drei Karnevalsvereine, viele sonstige Vereine und Gruppen unterstützt von Spielmanns- und Fanfarenzügen den Rosenmontagsumzug durch. Seither musste der Zug erst dreimal abgesagt werden, wegen Schnee und Eis und wegen des Golfkriegs.

Den Abschluss des Zuges feiert die NKV traditionsgemäß dann im proppenvollen Kath. Vereinshaus.

  • Kolpingkreuz

Das Vereinsleben der NKV beschränkt sich nicht nur auf die Faasenacht, sondern auch auf das kulturelle Leben in der Stadt. So wurde das Kolpingkreuz mit der umliegenden Anlage gesäubert. In Verbindung mit dem Stadtbauamt wurden Mauerreste und Erdmassen beseitigt. Auch die vorhandenen Ziersträucher wurden geschnitten und ausgelichtet. Die NKV-Heimwerker haben ein neues Fundament und eine neue Mauer gebaut. Das Steinkreuz wurde fachmännisch gereinigt und neu beschriftet. Ferner wurden noch zwölf Rosenstöcke gekauft und gepflanzt.

  • Gevita

Die NKV hat es sich zur Aufgabe gemacht, auch unsere älteren Mitbürger in der Senioren Residenz Gevita zur Fastnachtszeit zu erfreuen. Dankbar sind die Bewohner für die Darbietungen der Garden, Büttenredner und vieler anderer. Es ist für die Gevita-Bewohner immer wieder eine willkommene Abwechslung im Tagesablauf und für die NKV eine Selbstverständlichkeit, auch für die älteren Mitbürger da zu sein.

  • Ranchfest
    • Lünes Ranch

Schon in den 70er Jahren lud Norbert Klär die NKV Mitglieder und Freunde, seine „NKV-Familie“, im Sommer zu sich auf „Lünes Ranch“. Für Kinder gab es Spiele, die Erwachsenen stärkten sich mit Schwenker, Salaten, Bier und anderen Getränken – oft bis spät in die Nacht.

  • Florianshütte

Ende der 90er Jahre – die Besucherzahl wurde für die Ranch zu groß – wurde dann in und um die Florianshütte gefeiert.

  • Wikinger Halde

Heute ist die „Wikinger-Halde“ der Pfadfinder Treffpunkt für das Fest, das aber immer noch Ranchfest heißt.

  • Vereinsfahrten

Anstelle der Ranchfeste fanden auch gelegentlich Vereinsfahrten mit dem Bus statt, die dann in einem Lokal, meist einem Biergarten, ihren Abschluss fanden.

  • Nacht- und Maiwanderung

Jahrzehntelang heiß es am 30. April: Die NKV wandert in den Mai. Das Ziel war meist nur Insidern bekannt. Unterwegs hatte Werner Kocar eine Stärkungsstation mit Brezeln und Getränken eingerichtet.

Am Ziel, einem Gasthaus, schmeckte das vorher bestellte Essen, bis dann um Mitternacht die Hexen kamen. Oberhexe „Lüne“ Norbert Klär und seine Mithexen erschreckten die Gäste mit ihren schaurigen Spielen bis dann der Heimweg angetreten wurde.

Weil die Teilnehmerzahl in den letzen Jahren abnahm, entschied sich die NKV am 1. Mai morgens eine Familienwanderung durchzuführen.

  • Pfarrfest

Fester Bestandteil im Jahresprogramm der NKV waren die Auftritte der Garden im Nachmittagsprogramm der Pfarrfeste der Pfarrei St. Marien Friedrichsthal. Auch beim Ausschank, der Bedienung und der Moderation waren Mitglieder der NKV aktiv.

  • Heringsessen

Was wäre eine Karnevalssession ohne ein abschließendes zünftiges Heringsessen. Traditionell am Freitag nach Aschermittwoch wird bei von Harald Holstein eingelegten Heringen die Session noch einmal Revue passieren lassen.

Karnevalsveranstaltungen

Gala Kappensitzungen

Lumpenball

1971 hieß es zu ersten Mal: Auf zum Lumpenball der NKV am Fastnachtsdienstag. Schnell wurde dieser Ball zu einem Renner in Friedrichsthal. Wer nicht frühzeitig kam, fand keinen Sitzplatz mehr. Ende der 90er Jahre nahm dann der Besuch stark ab, wahrscheinlich hatten die Menschen nicht mehr die Möglichkeit, nach der langen Ballnacht am Aschermittwoch noch Urlaub zu nehmen. 1999 War dann Schluss mit dem Lumpenball.

Unvergessen ist Norbert Klärs Beerdigung der Fastnacht am Fastnachtsdienstag gegen Mitternacht mit seinem herzzerreißenden „lieb Faasenacht bleib do, bleib do!“

Kindermaskenbälle am Fastnachtssonntag

Kinder liegen der NKV schon immer Am Herzen. Deshalb ist es selbstverständlich, für sie einen Kindermaskenball zu organisieren. Er findet immer am Fastnachtssonntag statt und das Vereinshaus platzt aus allen Nähten.

Ordensfest und Sessionseröffnungen

Anfangs wurde die Session, die traditionell am 11.11. als 5. Jahreszeit beginnt, im kleinen Kreis begangen. Heute jedoch wird die Session am 11.11. oder dem darauffolgenden Samstag mit einem Ordensfest im immer bis auf den letzten Platz gefüllten Vereinshaussaal eröffnet. Hierbei kann man dann Kostproben des Programms der gerade begonnenen Session erleben.

Die Garden und Funkenmariechen, die Büttenrednerinnen und -redner, die Glasspatze, die Bachspatze, die Fissääls, die Närrischen Frauen, alle Aktiven und Helfer sorgen und sorgten dafür, dass die NKV auch heute noch so jung ist wie bei der Gründung.

Aus dem kulturellen Leben der Stadt Friedrichsthal – das sagte schon Theo Klein vor 22 Jahren – ist die NKV nicht mehr wegzudenken.

Chronologie

1966                              Die Kath. Jugend Friedrichsthal beschließt, Karneval in größerem Rahme zu feiern:1. großer Ball

1968                              erste große Kappensitzung

1969                              Norbert Klär 1. Vorsitzender

1971                              erster Lumpenball

1975                              erster Rosenmontagszug

1977                              NKV 1 x 11

1978                              Gründung des Glasspatzenchores

1984                              erste und einzige gemeinsame Sessionseröffnung aller Friedrichsthaler                  Karnevalsvereine

1986                              Ausfall des Rosenmontagsumzuges wegen Eis und Schnee

1988                              NKV 2 x 11

1988                              Prinzenpaar Barbara I. und Knut I.

1988                              Ausstellungen NKV 2 x 11 in der Volksbank und Sparkasse

1991                              Ausfall der Veranstaltungen wegen des Golfkriegs

1999                              NKV 3 x 11

1999                              Prinzenpaar Anke I. und Carsten I.

1999                              Auflösung des Glaspatzenchores

1999                              letzter Lumpenball

2000                             Harald Holstein 1. Vorsitzender

2001                              Norbert Klär Ehrenvorsitzender

2002                              Gründung Gesangstrio Bach, später Bachspatzen

2009                              4 x 11 Jahre NKV

Helmut Donnevert und Werner Engels

(unter Verwendung von Texten von Manfred Reiter, Paul Marx, Rolf Becker und Elmar Müller)